Ihre Bewerbung

Wenn Sie an dieser Stelle angelangt sind, haben Sie sich schon für den Abschluss eines LL.M.-Studienganges oder eines ähnlichen Studiums entschieden und wissen, wo Sie sich bewerben möchten. In diesem Kapitel geht es um das „wie“, also um das Verfahren wie man sich bewirbt. Die Finanzierung eines LL.M. ist so wichtig, dass diese in einem Unterabschnitt gesondert behandelt wird. Einen Artikel von Professor Gordon Walker (La Trobe University) zur Planung einer juristischen Karriere in Übersee finden Sie unter folgendem Link.

Bewerbungskosten

Zum Thema Geld sollte vielleicht erwähnt werden, dass die Bewerbungen nicht überall kostenlos sind. In England kann man sich zwar meistens ohne die Bezahlung einer Gebühr bewerben, in den Vereinigten Staaten muss man aber fast immer – wenn nicht gar überall – eine „application fee“ zahlen. In den anderen Ländern,  die  LL.M.-Studiengänge  anbieten,  ist  dies  unterschiedlich  geregelt. Hierin kann man wiederum einen Grund sehen, sich nicht an jeder der Top-Ten Law Schools in den Vereinigten Staaten bewerben zu wollen: Dies kostet Geld, das Sie vielleicht lieber im Ausland ausgeben wollen.

Anzahl der zu versendenden Bewerbungen

Je nachdem welche Ansprüche man an einen Studienplatz hat, empfehle ich, sich an fünf bis zehn Universitäten zu bewerben. Es gibt allerdings eine Ausnahme: Mit einigen Universitäten hat Münster eine informelle Abmachung getroffen, jeden Studienbewerber zu nehmen, der von meinem Lehrstuhl empfohlen wird. Auf die Frage danach, wie dieses System funktionieren kann, lässt sich antworten, dass es sich hierbei nicht um viele Universitäten handelt. Mit den an der Vereinbarung teilhabenden Universitäten bleibe ich in Kontakt und weiß, bevor ich jemanden empfehle, ob der Kandidat angenommen wird oder nicht. Zu dieser begrenzten Anzahl von Universitäten gehört auch die Cambridge University, wobei ich gleich dazu sagen muss, dass ich nicht jeden dorthin empfehle. Normalerweise erwartet Cambridge, dass man mindestens ein „gut“ im ersten Staatsexamen hat. Berkeley zum Beispiel will meistens „gut“ in beiden Staatsexamina sehen. Trotzdem haben bislang sowohl Berkeley als auch Cambridge jeden genommen, den ich empfohlen habe, wobei dies auch nur bei äußerst wenigen Studenten der Fall war und was auch in Zukunft so sein wird. Leider kann ich an diese beiden Universitäten nur Studenten aus Münster empfehlen.

Wir  haben  auch  eine  ähnliche  informelle  Abmachung  mit  der  Norwich Law School und mit der University of the West of England in Bristol. Diese sind auch für Studenten anderer Universitäten offen und man kann sich über diese Website für die Erstellung eines Gutachtens an mich wenden, ohne dass dies Pflicht wäre. Es steht natürlich jedem Kandidaten frei, sich an der Universität seiner Wahl auch ohne meine Empfehlung zu bewerben, denn es ist bei Weitem nicht so, dass diese Universitäten Studienplätze extra für Münsteraner oder nur für Studenten, die ich empfehle, freihalten. Vielmehr handelt es sich hier um eine informelle Abmachung, die bislang immer reibungslos funktioniert hat. Zudem gibt es zwei Universitäten in den Vereinigten Staaten und eine in Australien, mit denen wir für Münster eine ähnliche Vereinbarung haben. Es handelt sich hierbei um die Suffolk University Law School in Boston, die California Western in San Diego und die La Trobe University in Melbourne, Australien. Bezüglich dieser Universitäten gelten die zu Bristol gemachten Ausführungen bezüglich eines Gutachtens von mir entsprechend.