Der Völkerrechtler

Zu der Person des Völkerrechtlers, der unbedingt im internationalen Bereich arbeiten will, lässt sich sagen, dass hier meistens nicht der Ruf der Universität, sondern das Kursangebot den höchsten Stellenwert hat. Es lassen sich in der Tat große  Unterschiede  herauskristallisieren.  An  den  renommierten  Universitäten wie zum Beispiel Harvard, Cambridge, Georgetown, London usw. findet man Vorlesungen und Seminare in praktisch allen Rechtsgebieten. Doch ist dies leider eher die Ausnahme. Die meisten Law Schools (auch in den Vereinigten Staaten) sind für deutsche Verhältnisse klein. Somit ist auch das Vorlesungs- und Seminarangebot begrenzter. Deshalb lohnt es sich für den Völkerrechtler nicht nur, die LL.M.-Programme, sondern auch deren Kursangebote genau anzuschauen. Dabei muss man sich hier nicht auf die Universitäten im englischsprachigen Rechtsraum beschränken. Es gibt auch gute Programme auf dem europäischen Kontinent, die auf Englisch abgehalten werden.

Für die Völkerrechtler mache ich eine Ausnahme von meinem Rat, keinen sich selbst und seine Karrieremöglichkeiten eingrenzenden LL.M. zu machen. Diesen Studenten geht es ja gerade um den Inhalt des Studiums und weniger um den Ruf der Universität, weil ihnen ihr berufliches Ziel schon klar vor Augen steht und sie  hierfür  vertiefte  Kenntnisse  erwerben  wollen.  Für  die  Vereinigten  Staaten sollten die Völkerrechtler einen Blick auf den „US News & World Report“ für International Law werfen, wobei dieser zum ersten Mal 2006 durchgeführt wurde. Die drei Universitäten, die dort zur Zeit aufgeführt sind, sind die New York University, Columbia University und Harvard University. Dabei würde ich aus dem Stehgreif auch die University of California, Berkeley, University of Connecticut, Georgetown und Washington University in St. Louis an dieser Stelle erwähnen wollen,  ohne  auszuschließen,  dass  noch  mehr  existieren.  Beim  Durchsehen dieses LL.M.-Guides werden Sie eine Liste der Universitäten finden, die einen LL.M. in dieser Fachrichtung anbieten. Begrenzen Sie dabei auf keinen Fall Ihre Suche auf Universitäten mit einem speziellen Abschluss. Es geht schließlich vielmehr um das Angebot der Kurse und des Lehrpersonals als um die Bezeichnung des LL.M.-Abschlusses.