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Empfehlungsschreiben

Es lässt sich nicht leugnen, dass die Empfehlungsschreiben eine wichtige Rolle auch bei namhaften Universitäten spielen. Mit anderen Worten: Selbst eine sehr gute Note ist keine Garantie dafür, einen Studienplatz zu erhalten. Vielmehr wollen die Universitäten Studenten haben, die nicht nur in akademischer Hinsicht hohe Anforderungen erfüllen, sondern sich auch im ausländischen Studienmilieu zurechtfinden werden. Dabei ist es nicht unbedingt erforderlich, dass ein Professor das Gutachten schreibt, zumal zum Beispiel an den britischen Universitäten die wenigsten Dozenten den Titel eines Professors tragen. Viel wichtiger ist, dass der  Gutachter die zu begutachtende Person einigermaßen persönlich kennt und zu einem positiven Urteil kommt. Es lässt sich durchaus feststellen, dass es viel besser ist, ein sehr positives und überzeugendes Gutachten von einer „unbekannten“ Person vorweisen zu können, als ein halbherzig und ohne wirkliche Überzeugungskraft  geschriebenes von einem bekannten Professor. Teilweise erhalte ich Anfragen von Studenten, ob der Referent unbedingt ein Jurist sein sollte, die ich dann bejahen muss, da es ja schließlich um einen Studienplatz an einer Law School oder juristischen Fakultät geht.

Beim Ansprechen des Referenten sollten Sie diesem einen englischsprachigen Lebenslauf zukommen lassen, um ihm dadurch bei der Erstellung des Gutachtens behilflich zu sein. Dabei stellen sich ein paar immer wieder auftauchende Fragen: Wie übersetzt man das Wort „Zivildienst“? Hierbei eignet sich besonders die Verwendung meines „Talking Law Dictionary“. Dabei gilt es zu bedenken, dass jedes Land und manchmal sogar jede Universität seine eigene Terminologie benutzt. Das englischsprachige Ausland ist leider sprachlich nicht so einheitlich strukturiert wie wir es aus der Bundesrepublik kennen. Es macht außerdem einen viel besseren Eindruck, wenn der Sprachgebrauch in Ihrer Bewerbung mit dem in Ihrem Lebenslauf und in dem Gutachten des Referenten übereinstimmt. Zur Klarstellung: Überlegen Sie sich genau, wie Sie Ihre Ausbildung und Erfahrungen  beschreiben  und  geben  Sie  diese englische  Fassung  Ihres Lebenslaufs quasi als Richtlinie den beiden Referenten zur Erstellung der Gutachtens.

Einige Studenten übermitteln dem Referenten vorformulierte Sätze auf Englisch, um ihm die Arbeit zu erleichtern und ihm bei der Erstellung des Gutachtens zu helfen. An sich ist dies keine schlechte Taktik, jedoch muss ich an dieser Stelle davor warnen, dass ihre Bewerbung dann Gefahr läuft, nicht authentisch zu klingen. Dies könnte fatale Folgen haben, weil das Referenzschreiben, die Bewerbung  und  vor  allem  das Statement  of  Purpose  sicherlich  an  der  Universität gründlich gelesen und nicht nur überflogen werden (meist wahrscheinlich von mehreren Personen) und eine wichtige Entscheidungsgrundlage bilden. Die besten Bewerbungen sind diejenigen, bei denen man einen individuellen Kandidaten mit authentischen Unterlagen und nicht mit abgeschriebenen Mustersätzen und -briefen hat.