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Ablauf des Programms

Vorlesungen

Die Wahl der Vorlesungen sollte mit viel Sorgfalt und ohne Zeitdruck getroffen werden. Zu unterscheiden sind dabei die soft skills von den rein juristischen Vorlesungen.

Im Hinblick auf die soft skills sind vor allem negotiating, moot court und arbitration zu empfehlen.  Die  Studenten  sollten  sich  vor  solchen  Veranstaltungen selbst dann nicht scheuen, wenn sie der Meinung sind, dass ihre Englischkenntnisse hierfür nicht ausreichend sind. Denn genau hierin besteht einer der Hauptzwecke eines LL.M.-Studiums, mit dem vor allem die sprachlichen Fähigkeiten verbessert werden sollen. Es handelt sich zwar durchaus um anspruchsvolle Vorlesungen, diese können aber mit entsprechendem Einsatz mühelos bewältigt werden.

Das Gleiche gilt natürlich auch für rein juristische Vorlesungen. Veranstaltungen,die man bereits in Deutschland belegt hat, sollten im Ausland nicht wiederholt werden. Dies gilt vor allem für solche Vorlesungen wie Europarecht oder Rechtsvergleichung, da der Inhalt der Vorlesungen höchstwahrscheinlich der gleiche sein wird. Im Völkerrecht können sich indes im Hinblick auf den Vorlesungsstoff erhebliche Abweichungen ergeben, sodass die Belegung dieser Vorlesung durchaus zu empfehlen ist. Weitere zu empfehlende Vorlesungen sind Vertragsrecht (contracts), Kartellrecht (competition oder antitrust) oder internationales Steuerrecht (international taxation). Sollte man in der Zukunft den Beruf eines Wirtschaftsjuristen ergreifen wollen, so können die in diesen Vorlesungen erworbenen Kenntnisse eine solide Grundlage für die spätere Tätigkeit bilden. Jedenfalls hat man hierbei die Gewissheit,  dass  diese Vorlesungen zumindest potentiell in der Praxis nützlich sein könnten.

Man sollte jedoch bedenken, dass bei einigen LL.M.-Programmen eine freie Vorlesungsauswahl nicht möglich ist. In diesen Fällen wird mit der Auswahl des Programms automatisch eine feste und nicht mehr änderbare Kursauswahl getroffen. Daher sollte die Entscheidung, wo man das Masterprogramm absolvieren möchte, nicht nur von der Bezeichnung des Programms, sondern auch vom Inhalt des jeweiligen Programms abhängig gemacht werden.

Masterarbeit

Den Abschluss eines LL.M.-Jahres bildet regelmäßig die Erstellung einer Masterarbeit, einer sog. thesis oder dissertation. Bereits während des LL.M.-Studiums sollte man die Dozenten im Hinblick auf das in Betracht kommende Thema für die Masterarbeit ansprechen. Dabei steht den Studenten regelmäßig ein weiter Ermessensspielraum zu, sodass man eigentlich in der Lage ist, das Thema selbst zu wählen, das dann nur noch vom Betreuer (supervisor) bestätigt werden muss.

Im Hinblick auf die Themenauswahl ist dringend davon abzuraten, sich für ein Thema zu entscheiden, das nur oder zumindest überwiegend das deutsche Recht betrifft. Dies ergibt sich bereits aus dem eigentlichen  Ziel eines LL.M.-Programms, das vor allem im Erlernen einer fremden Rechtsordnung und einer fremden Sprache besteht. Dieses Ziel wird unterlaufen, wenn man sich im Rahmen der Masterarbeit nur mit dem deutschen Recht beschäftigt und zwangsweise nur deutschsprachige Literatur hinzuzieht.

Der Umfang der Masterarbeit ist an jeder Universität unterschiedlich und beträgt zwischen 50 und 80 Seiten (1.5 Zeilenabstand, 1/3 Korrekturrand). Die Zeit für die Fertigstellung der Masterarbeit hängt natürlich vom Thema und vom eigenenEinsatz ab. Man sollte aber davon ausgehen, dass für die Fertigstellung der Masterarbeit erfahrungsgemäß etwa drei Monate benötigt werden.

Kombination mit einem Promotionsvorhaben

Vielfach wird die Frage gestellt, ob man eine Masterarbeit mit einem Promotionsvorhaben kombinieren kann. Die Antwort hängt von vielerlei Faktoren ab. Entschließt man sich dazu, eine rechtsvergleichende Doktorarbeit zu schreiben, so kann der englische oder der amerikanische Teil im Rahmen der thesis im Ausland erstellt werden. Dabei ist grundsätzlich unerheblich, ob man zuerst mit der Doktorarbeit anfängt und dann ins Ausland geht oder ob man den umgekehrten Weg wählt und zuerst mit der thesis anfängt, die dann in die Doktorarbeit eingebaut wird.

Da jedoch an eine Doktorarbeit in der Regel höhere Anforderungen gestellt werden, ist zu empfehlen, das Promotionsthema sowie den Aufbau bzw. den Ablauf der Untersuchung zuerst mit dem Doktorvater  abzuklären. Erst anschließend sollte versucht werden, die thesis an das Promotionsthema anzupassen. Die ausländischen Universitäten sind in dieser Hinsicht meistens kooperationswillig und erlauben den Studenten eine relativ breite Themenauswahl.

Nach der Fertigstellung der thesis könnte über eine Veröffentlichung sowohl im In- als auch im Ausland nachgedacht werden. Die zahlreichen von Studenten verwalteten Law Reviews bieten dafür genügend Gelegenheit.